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Thursday, December 3, 2015

Fragwürdige israelische Geschichtsverarbeitung des Sechstagekrieges



Bald wird im Kino Riffraff in Zürich der wichtige israelische Dokumentarfilm «Censored Voices» gezeigt. Leider liegt hier im Grunde auch gewichtige Geschichtsfälschung vor, und es wurde die Chance verpasst, mehr Ehrlichkeit und Sachlichkeit in Debatten um das von Mythen umwobene Israel zu schaffen.
Der Film gaukelt vor, erstmals zensurierte Ausschnitte von kritischen Soldatenaussagen zu veröffentlichen, die nach dem Sechstagekrieg von 1967 gemacht wurden, die im Kultbuch
«Soldatengespräche» nicht veröffentlicht werden durften. Dieser Band war und ist ein wichtiger Meilenstein der israelischen Friedensbewegung – im positiven, aber auch im negativen Sinn.
Anders als die Filmemacherin Mor Loushy reisserisch behauptet, war sie weder die Erste, die als Aussenstehende die volle, unzensierte Version der Gesprächsprotokolle einsehen bzw. die Tonbandaufnahmen hören durfte, noch war es die Militärzensur, die 70 Prozent der Aussagen weggestrichen bzw. verzerrt hatte, sondern es waren mehrheitlich die Redaktoren der Publikation, also der bekannte israelische Schriftsteller Amos Oz und dessen Freund, Prof. Avraham Shapira, die aus ideologischen Gründen Selbstzensur betrieben und Verfälschungen begingen.

Tuesday, September 25, 2012

Half Hafez Assad Israel, die Golanhöhen zu erobern und den Junikrieg zu gewinnen?


Viele Anhänger Bashar Assads wollen im syrischen Schlächter und seiner Clique grosse Anti-Imperialisten sehen. Sie verschliessen deshalb ihre Augen vor den grausamen Verbrechen dieses Regimes. Wie lächerlich ihr Glaube ist, demonstriert schon die zweifelhafte Rolle seines Vaters im Junikrieg von 1967 (bekannt auch als Sechstage-Krieg).

Monday, September 24, 2012

Eine Exekution, die mich quält


Neue Luzerner Zeitung, 6. Juni 2001
 Eine Exekution, die mich quält 

Die aktuelle Situation im Nahen Osten lässt am 34. Jahrestag des Sechstagekriegs Erinnerungen an ein Massaker an jungen Palästinensern hochkommen: In der Region droht eine Katastrophe.
Die israelischen Medien, die ich praktisch Tag und Nacht per Internet und Radio verfolge, berichten seit einiger Zeit über eine bevorstehende Wiederbesetzung der Westbank. Es werden unter anderem auch furchtbare Szenarien mit Tausenden von Toten auf palästinensischer, Hunderten auf israelischer Seite und Aussichten auf einen Regionalkrieg mit möglichen nuklearen Dimensionen skizziert.
Obwohl ich seit über 20 Jahren hier in der Schweiz wohne, quälen mich vermehrt meine schrecklichen Erlebnisse als junger Soldat bei der Besetzung dieser Gebiete im Jahre 1967