In einer Gesellschaft,
in der Selbst- und
Fremdverstümmelung so gross geschrieben
wird (Piercings, Tätowierungen,
"Schönheits"-Operationen oder die modische – durchaus mit
Mikroverletzungen verbundene – kompletteEpilation der Schamhaare, die wiederum, oh Schreck, nach einer „Korrektur“
der inneren Schamlippen rufen könnte, da diese in der kahlgeschlagenen Umgebung
nun besser zu sehen sind), ist es reichlich scheinheilig, ausgerechnet gegen eine Praxis zu plädieren, welche
nur im Promillebereich schädlich sein könnte, und welcher – im Gegenteil – sogar
gesundheitliche Vorteile zugesprochen
werden. Nur sehr grosse Unkenntnis und vulgäre
antireligiöse bzw. rassistische Vorurteile können aus
einer solch kleinen Mücke einen derart riesigen und bösen Elefanten machen.