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Thursday, November 22, 2012

Eine erste Bilanz zum Israel-Gaza-Krieg



Vor lauter Propaganda, falscher Info und anderen Nebengeräuschen ist es oft sehr schwierig festzustellen, wer in einem Krieg zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern zählt. Betrachtet man die Reaktionen der Parteien der letzten Gewaltrunde zwischen Israel und den palästinensischen Organisationen in Gaza, bekommt man den Eindruck, dass beide gesiegt haben.
Momentan zeigt sich das folgende Bild: Es gab in dieser Runde kein KO, mit Ausnahme derjenigen auf beiden Seiten, die in diesem grausamen "Poker-Spiel" mit ihrem Leben und Leiden bezahlten.

Wednesday, September 5, 2012

Sari Nusseibeh versucht, den demokratischen ´Ein Staat´-Weg zu sabotieren.



Ein Kommentar zur Vortragsreihe des palästinensischen Philosophen Sari Nusseibeh in der Schweiz:

Als langjähriger Verfechter eines gemeinsamen demokratischen Staates westlich des Jordans (Palästina/Israel/Kanaan usw.) bin ich entsetzt, wie der  Opportunist Sari Nusseibeh diese vernünftige, realistische und demokratische Vision usurpiert und karikiert, um sie unglaubwürdig zu machen.

Friday, September 30, 2011

Geschichtsfälschung im Dienst der Islamophobie


 Gab es NS-Pläne zur Vernichtung der Juden in Palästina während des Zweiten Weltkriegs?

Von Shraga Elam

Inamo Heft 53 2. April 2008

2006 gelang zwei deutschen Historikern eine Enthüllung, die ein weltweites Echo auslöste. Sie behaupteten, Dokumente entdeckt zu haben, die belegen, dass die SS 1942 die Vernichtung der Juden in Palästina geplant habe. Dabei soll ein SS-Team, das Einsatzkommando Ägypten, auf die tatkräftige Mithilfe von arabischen Kollaborateuren für den geplanten Massenmord gezählt haben. Unbestritten ist, dass im Juli 1942 eine 24-köpfige SS-Einheit in Athen stationiert wurde, deren genauere Aufgabe in Palästina und Ägypten alles andere als klar ist. Laut Aussagen der Forscher Klaus Michael-Mallmann und Martin Cüppers habe nur die Niederlage der Wehrmacht bei der Schlacht von El-Alamein im Oktober 1942 die jüdische Gemeinde in Palästina gerettet. Die geplante Massenvernichtung sollte mit Hilfe der Palästinenser durchgeführt werden. Shraga Elam verweist diese „großartige Enthüllung“ ins Reich der wilden Spekulation und Fantasie.

Monday, June 27, 2011

Kritische Bemerkungen zur BDS-Kampagne gegen Israel



Die Boykott-Kampagne gegen die israelische Besatzungspolitik und den dortigen Rassismus hat etwas Verlockendes für Friedensbefürworter. Ist diese Aktion jedoch selber rassistisch oder effektiv und macht sie überhaupt Sinn oder ist sie lediglich zu einer Alibiübung bzw. Religion verkommen?

Die internationale Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) gegen Israel scheint auf den ersten Blick eine logische Konsequenz der grausamen Politik Israels und der Schwäche des israelischen Friedenslagers, aber auch des palästinensischen Befreiungskampfs. Es scheint, dass es nur unter Druck von Aussen eine Chance für eine positive Änderung gibt. Die BDS-Kampagne scheint ebenfalls gut dazu geeignet, die wachsende internationale Kritik der Basis zum Ausdruck zu bringen. Angesichts heftiger israelischer Reaktionen auf die BDS erweckt diese Kampagne den Eindruck, eine empfindliche Stelle getroffen zu haben.

Der Schein trügt indes, und zwar gewaltig. Es ist nicht nur so, dass die Wirksamkeit der Kampagne sehr beschränkt, sondern sogar oft kontraproduktiv ist. Ich schreibe dies als einer, der den Boykott Israels während fast 20 Jahren bis 2002/03 unterstützte und propagierte.